Schröpfen
Schröpfen ist nicht nur in der traditionell chinesischen Medizin sondern von alters her ein in allen Bevölkerungen angewandtes Therapieverfahren, bei dem auf einem begrenzten Hautareal durch Aufsetzen von Gläsern ein Unterdruck erzeugt wird.    Dieser wird  dadurch erreicht, dass die Luft durch einen in Alkohol getränkten und angezündeten Wattebausch im Schröpfglas erhitzt und sofort auf die Haut gesetzt wird und sich fest saugt. Das Vakuum saugt die Haut und darunterliegende Strukturen an, sodass je nach Größe des Schröpfglases ein rot anschwellender „Berg“ unter dem Glas sichtbar wird. Das Bindegewebe dehnt sich und es kommt zu einer besseren lokalen Durchblutung und zu einem besseren Lymphfluss, sodass Schlacken besser abtransportiert und ausgeleitet werden können. Nach der Abnahme der Schröpfgläser können kleine, gewollte Blutergüsse entstehen. Mit dem Schröpfen erreicht man eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte, Ausleitung von Schlacken, Schmerzlinderung durch Lösung von Muskelverspannungen (Myogelosen) und ein angenehmes Wärmegefühl. Es gibt verschiedne Formen des Schröpfens: 1. Blutiges Schröpfen 2. Trockenes Schröpfen 3. Schröpfkopfmassage 4. Die Gua-Sha-Technik 1. Beim blutigen Schröpfen ritzt man mit einer Lanzette die Haut ein, sodass es blutet. Auf die blutende Hautstelle wird der Schröpfkopf aufgesetzt. Diese provozierte Verletzung lässt man ausbluten, was aber für den Patienten nicht schmerzhaft ist. 2. Trockenes Schröpfen, auch unblutiges Schröpfen genannt, geschieht nach der gleichen Methode wie das blutige Schröpfen, ohne jedoch die Haut ein zu ritzen. Eine Besonderheit des trockenen Schröpfens ist, eine Akupunkturnadel in einen Akupunkturpunkt ein zu stechen und darüber das Glas zu setzen. Dadurch wird der Akupunkturpunkt ganz spezifisch gereizt und nochmals verstärkt Einfluss auf innere Organe und deren Funktionskreise genommen. 3. Bei der Schröpfkopfmassage wird die Haut zunächst eingeölt, dann der Schröpfkopf aufgesetzt und über eine bestimmte Hautpartie gezogen. Sehr häufig nutzt man diese Massage über dem Blasenmeridian, der sich vom Kopf über die gesamte Wirbelsäule und die Beine bis in die Füße zieht. Die Schröpfkopfmassage bietet sich sowohl bei Schmerzen des Bewegungsapparates als auch bei Spannungskopfschmerzen und verhärtete Muskulatur an. Die Wirkung ist eine Steigerung der Durchblutung und des Lymphflusses. 4. Die chinesische Bezeichnung Sha bedeutet „weißer Fleck“, der entsteht, wenn man mit einem Finger kurz auf eine Hautstelle drückt und wenn nach dem Wegziehen diese Stelle weiß bleibt. In diesem Fall besteht die Vermutung, dass unter dem weißen Fleck das freie Fließen von Xue (Blut) und Qi (Lebenskraft) nicht gewährleistet ist. Um diesen Fluss wieder in Gang zu bringen, schabt man mit einem speziellen „Schabelöffel“ fest über die Haut, was zur Rötung bis zu einer leichten Blutung gesteigert werden kann. Im Gegensatz zum Schröpfen ist die Gua Scha Methode bei kleinen schmerzenden Muskeln meist im Schulter- oder Nackenbereich indiziert.
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 Dorothea Alogas
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