Die Ohrakupunktur ist eine eigenständige Form der Akupunktur und ein Teilgebiet der traditionell chinesischen Medizin (TCM). Schon um ca 3000 v.Chr. gibt es Hinweise auf die Ohrakupunktur in dem wichtigsten Standardwerk der chinesischen Medizin ( im „Huang Di Nei Jing - Buch des gelben Kaisers zur Inneren Medizin) Ohrakupunktur kann eigenständig ohne Körperakupunktur aber auch in Verbindung mit ihr durchgeführt werden. Sie kennt ca 120 Punkte am vorderen und am hinteren Ohr, die chinesische Namen haben. Der bekannteste ist vielleicht „shen men“, was soviel bedeutet wie „Tor des Geistes und zur Seele“ Der Franzose Dr. Paul Nogier entdeckte in den 50er Jahren die Bedeutung der Ohrakupunktur wieder und nannte sie Auricolotherapie. Nogier verband die alten chinesischen Beschreibungen aus der TCM mit den neuesten schulmedizinischen Erkenntnissen und legte eine ganz neue Systematik vor, die er wissenschaftlich mit der Theorie der Reflexzonen begründete. Analog zu den Reflexzonen am Fuß (Fußreflexzonentherapie) sind Punkte und Areale im Ohr demnach mit Organen und Funktionskreisen im Körper über Nervenbahnen verbunden. So kann man über Reizsetzungen im und am Ohr über die Reflexzonen Körperorgane ansteuern, sie behandeln und auch diagnostisch nutzen.  Nogier  entwickelte eine neue Topographie der Ohrreflexpunkte, die zum Teil mit der chinesischen Lagebezeichnung übereinstimmen aber auch davon abweichen. Die Ohrpunkte nach Nogier sind durch numeriert. So hat der chinesische Punkt „shen men“ in der Auricolotherapie die Bezeichnung: OP 55 Durch das Setzen von feinen Ohrnadeln werden Störungen, Schmerzen und Erkrankungen in den entsprechenden Organen oder Körperteilen effektiv behandelt. Dauernadeln werden gesetzt, um einen stärkeren Reiz über längere Zeit wirken zu lassen. Mit den gesetzten Nadeln ruht der Patient etwa 20 Minuten lang auf der Liege. Danach werden die Nadeln abgenommen. Beim Entfernen einer Nadel kann es zu einer kleinen Blutung kommen, die aber durchaus im Sinne eines Microaderlasses zu verstehen und erwünscht ist. Dadurch werden nämlich energetische Stauungen im Ohr und der dazugehörigen Reflexzone im Körper gelöst und die Heilimpulse besonders gut angenommen. Bei besonders großer Empfindlichkeit gegenüber dem  Nadelreiz können auch kleine an einem Pflaster klebenden Samenkörnchen am Ohr aufgebracht werden. Diese Methode eignet sich auch hervorragend für Kinder. Das Ohr wird in der Regel 1x wöchentlich akupunktiert, bei akuten Beschwerden auch bis zu 3x die Woche. Man wiederholt die Sitzungen solange bis sich die  Beschwerden deutlich gebessert haben oder ganz abgeklungen sind. Nach meinen Erfahrungen ist dafür eine Serie von mindestens 6 Sitzungen notwendig. Der Ohrakupunktur geht selbstverständlich eine Anamnese und Befunderhebung durch Zungen- und Pulsdiagnostik voraus.   Interessant ist im Zusammenhang mit der Lage und Punkteanordnung die Projektion eines  Embryos auf das gesamte Ohr. Diesen Embryo stellt man sich den Kopf abwärts zum Ohrläppchen hin vor. So werden erstaunlicherweise  Übereinstimmungen der Akupunkturpunkte mit den Organen und Körperabschnitten des Embryos sichtbar.
Ohrakupunktur
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 Dorothea Alogas
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