Chinesische Diätetik (Ernährungslehre)
"Lasset Eure Lebensmittel Eure Heilmittel sein", sagte der große mittelalterliche Arzt Paracelsus (1493 - 1541). “Chi fan le, mei you“ ist die gängige chinesische Begrüßungsformel, was so viel bedeutet wie:“ „Haben Sie schon gegessen“? An diesem Beispiel sieht man schon, welch große Bedeutung das Essen in China seit alters her hat. In der TCM hat die Nahrung neben dem Stillen des Hungers auch Einfluss auf den Gesundheitszustand des Körpers, des Geistes und der Seele und somit auf unser gesamtes Befinden. Aus der verdauten Nahrung fester und flüssiger Bestandteile entsteht für den Körper lebensnotwendige neue Energie, die die Chinesen Gu Qi nennen. Die Qualität und die Quantität des Gu Qi hängt von der Regelmäßigkeit des Essens ab, vom langsamen Essen und gutem Kauen, von der Ausgewogenheit der Speisen und Getränke und der  Auswahl der Nahrungsmittel im Einklang mit den Jahreszeiten. Alle Nahrungsmittel, worunter zB auch Kräuter fallen, werden nach folgenden Kriterien klassifiziert: nach ihrer Temperatur – heiß, warm, neutral, kühl, kalt                                           nach ihrer Geschmacksrichtung – sauer, bitter, süß, scharf, salzig                          nach ihrer Wirkrichtung – aufsteigend, schwebend, absteigend, fallend Außerdem ist unsere Nahrung vom Yin und Yang - Prinzip bestimmt. Demnach wird zB der Meerrettich im Temperaturverhalten als „heiß“ eingestuft, seine Geschmacksrichtung ist „scharf“, die Wirkrichtung aufsteigend. Der Meerrettich hat all dem zufolge Yang Charakter. Demgegenüber sind Zitrusfrüchte ihrem Temperaturverhalten nach „kalt“, im Geschmack süß-sauer, der Wirkrichtung nach absteigend und haben somit Yin Charakter. Jedes Nahrungsmittel ist zugleich ein Arzneimittel, da es ja ein spezielles Wirkungsspektrum hat. Weil jedes Nahrungsmittel über eine pharmakologische Wirkung verfügt, werden Nahrungsmittel in der TCM auch in der Therapie eingesetzt. Zu einer gründlichen Anamnese gehört deshalb immer das Erfragen des Eß- und Trinkverhaltens. Besonders bei der Therapie chronischer Erkrankungen erstelle ich für den Patienten neben allen anderen Behandlungen immer einen individuellen Ernährungsplan. TCM Therapeuten können natürlich nicht die Wirkungsweisen aller Nahrungsmittel auswendig kennen. Deshalb ist neben der gestellten Diagnose das Studium von Nahrungsmitteltabellen unerlässlich.   Meine Beschreibung der chinesischen Diätetik ist lediglich als ein kleiner Einblick zu verstehen. Wegen der Kürze des Textes müssen viele wichtige Aspekte unerwähnt bleiben.      
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 Dorothea Alogas
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